Nachtrag zum Surftrip nach Byron Bay

December 2nd, 2009 admin 1 comment

Ich auf dem Board. Ich bin der netten Engländerin Hannah so dankbar dass sie Bilder gemacht hat sonst glaubt es keiner – noch nicht einmal ich selbst. Die Sequenz der Bilder ist nicht aus einem Shoot, aber zeigt ganz gut wie ich mich so beim Surfen mache. Weisswasser, ich komme!

Meinen Wetsuit gabs leider nur in rosa/schwarz oder hellblau/schwarz – aber wenn schon Mädchen, dann richtig. Also surfe ich in rosa.

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Tauchen im Great Barrier Reef

November 30th, 2009 admin No comments

Der Liveaboard-Trip (heisst soviel wie „an Bord leben“) war wohl einer der besten Tauch-Trips die ich bisher gemacht habe. Nicht dass das Tauchen so einzigartig gewesen wäre, nein es war das Leben auf dem Boot, die Tauch-Freunde die man gefunden hat und die Atmosphäre.

Aber ich fange mal vom Anfang an: Am Sonntagmorgen um 07.45 Uhr wurde ich von meinem Hostel abgeholt. Viel, viel zu früh, nach nur 5 Stunden Schlaf standen nun 4 Tauchgänge in Aussicht – nach über einem Jahr nicht mehr Tauchen. Gut so schwer ist das auch nicht, man muss sich nur ins Wasser plumpsen lassen und das Atmen nicht vergessen.

Zuerst mussten wir uns alle im Büro vom Veranstalter Deep Sea Divers Den registrieren bevor wir zur SeaQuest gebracht wurden. Die SeaQuest ist ein Schiff das zum einen als Tauchboot zu 1-Tages-Trips eingesetzt wird, zum anderen aber die Passagiere der Mehr-Tags-Trips auf das zweite Boot, die OceanQuest, bringt bzw. von dort wieder abholt.

Die ersten 2 Tauchgänge an diesem Sonntag machten wir von Bord der SeaQuest. Hier gab es dann noch Mittag und danach wurden wir auf die OceanQuest gebracht, wo wir zwei weitere Tauchgänge an diesem Tag machten.

Die OceanQuest ist ein großer Katamaran der Platz für ca. 50 Gäste bietet. Sie ist mehr oder weniger stationär auf dem Meer im Great Barrier Reef eingesetzt. 2x täglich werden die Tauchspots gewechselt. Wir tauchten innerhalb der 3 Tage an 2 unterschiedlichen Riffen. Zu  meiner Zeit waren ca. 30 Gäste an Bord der OceanQuest. Was ganz angenehm war, so kam ich in der ersten Nacht in den Genuss einer Einzelkajüte da meine Mitbewohnerin entschied zusammen mit einer Koreanerin das Zimmer zu teilen. Ich dachte schon, es hätte an dem „Mess“ (Chaos) gelegen, den ich in nur 5 Minuten nach dem Eintreffen in meiner Kabine auf meinem Bett gemacht habe.

Die OceanQuest fährt etwa alle 10 Wochen zurück in den Hafen von Cairns wo sie gewartet und voll getankt wird. In den 10 Wochen auf dem Meer werden ca. 30.000 Liter Diesel verbraucht. Frischwasser wird aus Meerwasser aufbereitet und Strom kommt vom Dieselgenerator.

Unser Tagesablauf auf der OceanQuest sah wie folgt aus:
05.50 Uhr Aufstehen
06.30 Uhr Erster Tauchgang
07.30 Uhr Frühstück
09.00 Uhr Zweiter Tauchgang
11.00 Uhr Dritter Tauchgang
12.30 Uhr Mittag essen
15.30 Uhr Vierter Tauchgang
18.00 Uhr Abend essen
19.30 Uhr Fünfter Tauchgang (Nachttauchgang)
20.30 Uhr Dessert

Ein Tauchgang dauerte meist um die 45 Minuten, nachts nur 30 Minuten – länger durften wir nicht. Die restliche Zeit zwischen den Tauchgängen verbrachten wir an Bord mit Relaxen, Sonnen, Lesen, Meer-Angucken – und (ich) vor allem mit Quatschen.

Auf den Tauchgängen gab es immer eine Menge zu sehen – bunte Fische (Nemos, Sweetlips etc.), grosse Fische (Grouper, Maori Wrasse, Baraccuda), sehr grosse Fische (Riffhaie), Manta Rays, Turtles, Oktopus, Riesen-Muscheln, Korallengärten… alles war da. Die Tauchgänge am frühen morgen waren die besten. Das Wasser war am klarsten, kaum Strömung und das Unterwasser-Leben am aktivsten. Ich hätte nie gedacht dass es sich so sehr lohnen könnte um 05.50 Uhr aufzustehen, aber es hatte schon fast etwas Meditatives am Morgen in diese Unterwasserwelt einzutauchen. Unterwasserfotos folgen noch, wenn ich diese von Joe bekommen habe.

Am ersten Tag auf der OceanQuest hatten wir einen grossen Maori Wrass (ein Fisch der ca. 80cm lang ist) der unter dem Boot schwamm. Beim Safety Stop (3 Minuten in 5 Metern Tiefe) konnte man hervorragend mit ihm kuscheln, er kam auch immer wieder angeschwommen und wollte gestreichelt werden. Da war er bei mir natürlich ganz richtig. Als ich ihn am Mund berühren wollte, schnappe er allerdings kurz zu. Keine Sorge, alle Finger sind noch dran und es hat auch nicht wehgetan.

Meist waren die Tauchgänge aber ziemlich flach – das Tiefste waren wohl mal ca. 26 Meter. Aber in der Regel hielten wir uns im Norman- als auch Saxon Reef bei ca. 5 bis 14 Meter Tiefe auf.

Trotzdem wir ca. 30 Taucher auf dem Boot waren, war das Tauchen ziemlich entspannt. Ich bin immer mit Joe zusammen getaucht und nicht in geführten Gruppen. So waren wir etwas entfernt von den größeren Gruppen und konnten in Ruhe unseres Weges tauchen.

Joe hat schon einiges mehr Erfahrung als ich und vor allem Orientierungssinn, was ziemlich wichtig ist um so einigermaßen den Weg zum Boot zurück zu finden. Joe ist aus den Staaten (North Carolina) und hat den Tauchtrip im Anschluss seines Business-Trips in Australien drangehängt. Wir waren für die gesamten 12 Tauchgänge Buddies, was sehr gut war. Zum einen war ich dankbar für seine Erfahrung (das gibt Sicherheit) und stellt man sich so sehr gut auf den anderen ein (Sauerstoffverbrauch, Verständigung unter Wasser).

Es gab auch einige komische Momente unter Wasser. Zum Beispiel beim letzten Nachttauchgang. Wir sahen vor uns zwei große Lichter die aussahen wie von einer riesigen Unterwasserkamera oder von einem kleinen Unterwasserboot (so eines wo eine Person reinpasst). Im Strahl dieser Lichter bewegte sich ein weißer Schatten, der aussah als wäre es ein ziemlich großer Fisch. Wenn es wirklich ein Fisch war, dann handelte es sich um einen fetten Hai. Aber sicher sind wir uns nicht, was das gewesen ist. Joe sagte, es war ein grosser Fisch. Ich glaube, es war vielleicht nur der Schein eine 3. Lampe der dort hineinstrahlte. Aber ich bin ja auch kurzsichtig und es war dunkel. Wer weiß…

Am letzten Tag tauchten wir im Saxon Reef um einen ganz niedlichen Korallengarten herum. Hinter einem kleinen Berg gab es dann das Gegenteil zu sehen – es sah aus wie ein Korallen-Schlachtfeld. Tote, abgebrochenen Korallen auf einigen Quadratmetern. Das war ziemlich erschreckend. Ich vermutete dass diese vielleicht tot getrampelt wurden von Schnorchlern, das Wasser war hier nur 2 bis 3 Meter tief. Andere meinten das könnte aber auch durch einen Sturm geschehen sein. Auch hier gilt, wer weiß…

 Am letzten Abend bin ich mit Scott auf das Dach des Boots geklettert. Dort ist ein kleiner Helikopter-Landeplatz. Eigentlich durfte da nur dir Crew hoch, aber wir hatten ca. 1,5 Std bis jemand von der Crew uns freundlich darauf hinwies dass hier keine Gäste hoch dürften. Wir taten überrascht als hätten wir das Schild nicht gesehen. Wie sagte Scott „Don’t ask for permission, ask for forgiveness.“

Das war wirklich ein toller Abschluss. Der Himmel war ganz klar und es waren unendlich viele Sterne zu sehen.

Insgesamt waren es 3 ausgezeichnete Tage. Das Tauchen war toll und zugegeben in recht einfachem Gelände. Das Boot war ausgezeichnet und das Essen auch sehr gut. Tagsüber gab es immer Kaffee, Tee, Wasser und frisches Obst. Mit dem Obst habe ich am Abend immer die Haie und andere Fische um das Boot herum gefüttert.

Es war wirklich toll, diese Tage mit Gleichgesinnten zu verbringen und Erfahrungen auszutauschen. Komischerweise hatten alle nach 3 gemeinsamen Tagen das Gefühl nun mehrere Wochen miteinander verbracht zu haben und das Von-Bord-Gehen fiel fast allen ein bisschen schwer.

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Byron Bay – Brisbane – Cairns

November 29th, 2009 admin No comments

Am Morgen des 21. November 2009 ging es dann um 10.30 Uhr per Bus ca. 160km von Byron Bay nach Brisbane, von wo aus ich nach Cairns zum Tauchen fliegen wollte. Auf dem Weg dorthin passierten wir Surfers Paradise. Der Ortsname klingt so viel versprechend, aber der Ort selbst hat nicht viel mit Paradise zu tun. Er macht den Eindruck einer retortenmässigen Hotelbettenburg. In Brisbane angekommen, schließe ich mein Gepäck in einem Schließfach in der Transit Station Roma Street ab und mache mich auf den Weg die Gegend zu erkunden. Leider gibt’s da aber nicht viel zu erkunden – zumindest nicht wenn man nur 1,5 Stunden Zeit hat. Das Spannendste der 1,5 Stunden war wohl der Automat mit dem man die Schließfächer bedient (der spricht nämlich viele Sprachen – unter anderem auch Deutsch). Ansonsten sieht Brisbane nicht dolle aus, irgendwo findet sich mal ein Überbleibsel viktorianischer Baukunst, aber überwiegend gab es in meiner näheren Umgebung nur Hochhäuser und Neubauten. Die Gegend um „Brissie“ soll aber ziemlich schön sein – nur leider nicht schaffbar wenn man nur 1,5 Stunden Zeit hat. Mit dem Shuttletrain ging es dann zum Domestic Airport in Brisbane. Eigentlich wollte ich ja erst die komplette Strecke Byron Bay – Cairns mit dem Bus fahren. Musste dann aber auch lernen, dass Australien verdammt gross ist und Strecken auf einer Landkarte einem deutschen Auge dann doch mal kürzer vorkommen als sie in Wirklichkeit sind. Von Brisbane nach Cairns sind es doch keine geschätzten 600km sondern 1600km.

 Angekommen in Cairns checke ich in meinem bereits gebuchten Hostel Bohemia Central ein, das mich allerdings nicht auf der Buchungsliste hat. Geht auch, ein Zimmer gibt’s trotzdem. Und während ich draussen sitze und meine Mails lese, fährt ein getunter, tiefergelegter, gelber Holden (wie Opel) vor und was ertönt aus dem Lautsprecher: Nena’s 99 Luftballons in Deutsch. Das Lied hatte ich im Bus auf der Fahrt von Byron nach Brissie schon mal gehört – in Englisch.

Danach gab’s noch lecker vegetarische Sushi-Röllchen und Knoblauch-Prawns beim Japaner – zur Abwechslung mal zu einem ziemlich guten Kurs. Kanpai hieß der Laden und für jeden der mal nach Cairns kommt, kann ich den nur empfehlen. Die Kellnerin kennt auch Haruki Murakami und liest ihn sehr gern, was den Laden und seine Bedienung noch sympatischer macht.

In dieser Nacht musste ich das 4-Bett-Hostel-Zimmer nur mit Kenn, einem sehr lustigen Belgier teilen. Backpacking light und für mich erträglich. Trotzdem freute ich mich schon auf die kommenden Nächte im 2-Bett- bzw. Einzelzimmer.

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Surftrip Sydney nach Byron Bay

November 29th, 2009 admin No comments

Tag 1
Am Dienstag Morgen, 17. November 2009, ging es los. Mal wieder ganz früh am Morgen, Aufstehen um 05.30 Uhr. Wer mich kennt weiß dass das nicht unbedingt meine Zeit ist.

Das trifft auch auf meine Surf-Performance zu. Am Nachmittag klappt’s irgendwie immer deutliche besser als am Morgen.

Aber der Reihe nach: Am Dienstag (17.11.09) ging es mit dem Touroperator Waves um 08.00 Uhr los mit dem Bus 3 Stunden gen Norden mehr oder weniger an der Küste lang. Es war ein Reisebus – und wir zu viert, inklusive Rhys (Fahrer & Surf-Instructor). Mit Waves hatte ich ja bereits meinen 1-Tag-Surfkurs gemacht. Auf der Fahrt haben wir den Film „The Endless Summer“ gesehen und durften so schon einmal den „Grossen“ zuschauen. Naja, in ca. 20 Jahren bin ich wohl auf dem Level wen ich täglich surfen gehe.

Gegen Mittag kamen wir im Waves Surfcamp „Seal Rocks“ an. Ein wunderschönes Gelände einer ehemaligen Farm. Da lernt man dann auch, dass eine Farm in Australien ganz andere Dimensionen hat als in Deutschland. Man sagte uns, dass dieses Gelände 100 Acres [ca. 40 Hektar] hat. Ich habe mir diese Zahl auch noch mal bestätigen lassen, weil ich es nicht glauben konnte. Auf meine Frage was die denn mit den 100 Acres machen, kam die Antwort „Nothing“ – Nichts. Aha. Wir drei europäischen Surfkinder schauten uns etwas erstaunt an. Wo hat man in Europa schon mal 100 Acres Land – und vor allem man macht mit dem nichts! Da muss man sich dann doch mal wieder die Dimensionen dieses Landes/Kontinents ins Bewusstsein rufen: 20 mal so groß wie Deutschland und nur ¼ der Einwohner. Da hat man dann auch mal ziemlich viel Land mit dem man so ziemlich gar nichts macht. Auf der Farm gibt es verschiedene Gebäude, die teilweise so 1 bis 1,5 km von einander entfernt sind. Wir übernachteten in Häusern, die zum Glück nur 50m von den Gemeinschaftsräumen entfernt waren. Auf der Farm liefen 2 Pferde herum. Die haben wohl auch keinen anderen Daseinszweck als Rumzulaufen und das Gras kurz zu halten. Einen Pfau gab es auch. Der war wohl wegen seines schönen Aussehens da. Wir waren insgesamt ca. 25 Gäste die gleichzeitig im Camp waren.

 Nachdem wir unsere Sachen ausgeladen haben, ging es für uns Neuankömmlinge per Bus zum Beach. Dort gab es noch einmal eine Einführung ins Surf-ABC und dann waren wir 2 Stunden im Wasser. Das war ganz ok, aber Surfen ist ein Sport der Geduld, eine hohe Frustrationsgrenze und Ausdauer erfordert. Die Wellen waren ca. 4 Feet hoch und für uns Anfänger wohl noch ein bisschen zu gross, aber das Meer lässt sich eben nicht vorschreiben wie gross es die Wellen machen soll.

Am Abend haben wir die anderen Mit-Surfer kennen gelernt. Nach dem Dinner saßen alle noch zusammen und haben etwas getrunken und gequatscht.

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Tag 2
Am nächsten Morgen ging es dann gegen 9 Uhr wieder an den Strand von „Seal Rocks. Die Wellen waren nur 2 Feet hoch – das reicht ja auch erst mal. Am morgen war ziemlich wenig Weißwasser da auf dem man surfen „spielen“ konnte, aber ab dem Mittag ging es. Am Nachmittag wurde das Aufs-Brett-Kommen und Hin-und-Wieder-Stehen dann auch besser. Nach dem Surfen sind wir zum Sugarloaf Lighthouse gefahren von dem man einen wundervollen Blick über den Küstenabschnitt hat. Der Leuchtturm steht da auch nicht nur für die schöne Aussicht – in der Vergangenheit sind wohl in dieser Gegend so einige Schiffe auf Felsen aufgelaufen und viele Seemänner haben ihr Leben gelassen.

Wie mir die Jungs von Waves erklärten, sind die Surfcamps bei den Anwohnern nicht gerade beliebt. So sieht man auch mal ein „Surfcamp sucks“-Schild. Was noch harmlos ist, das Zerstechen der Bus-Reifen ist auch angewandter Ausdruck von Protest. Deshalb werden bei unserem Tour-Operator immer Leute aus der jeweiligen Gegend als Instructors eingesetzt.

 Am Abend hieß es wieder Dinner & Get-Together mit Lagerfeuer, Bier und Sangria. Ich habe die Zeit vor dem Dinner für einen Spaziergang auf dem Gelände genutzt: zu sehen gab es Kängurus, Wallabys und Dingos in freier Wildbahn. Bevor ich ins Bett ging habe ich noch ausgiebig den grandiosen Sternenhimmel betrachtet. Soooo viele Sterne, und dann gibt es einige davon schon gar nicht in dem Moment wo ich sie sehe. Schon ziemlich beeindruckend diese Vorstellung. Ein wunderbarer Tag wurde dann auch noch mit 2 Sternschnuppen gekrönt – was will man mehr.

 

Tag 3
Am 3. Tag wurden morgens unsere Sachen in den Bus gepackt und mit 25 Surfkindern plus unserer 3 Surf-Instructors ging es dann auf zum Crowdy Beach. Ob der Name eigentlich von dem Wort crowded kommt weiss ich gar nicht, der Australier hängt ja an alles ganz gern mal ein „y“ dran…. howdy, allrighty, Brissie [Brisbane], wettie [Wetsuit], boardy(?!)…und so weiter. Crowded (=überfüllt, voll) war da allerdings nichts an den Stränden – vielleicht 5 bis 10 Badegäste außer uns. Und an den Stränden zuvor war es nicht anders. Die Wellen waren schön klein, mit viel Weißwasser und on-shore Wind. Eigentlich alles was einen richtigen Surfer wieder einpacken und nach Hause fahren lässt, war für uns bestens. Ich habe die „White Cap“ einiger Wellen gekriegt und das ein oder andere Mal auch für ein paar Meter auf dem Board gestanden. Juhu!!!

Auf dem Weg zu unserer Schlafstätte für diese Nacht passierten wir den Ort Kimperley. Dinner gabs in einem Pub namens Great Nothern Hotel. Besonders gut gefallen hat mir das folgende Schild am Eingang:


Die Nacht verbrachten wir dann in einem Camp, in dem ich das erste Zimmer seit meiner Schulzeit mit 9 weiteren Leuten teilte. Ich stelle wieder fest, das ist wirklich nicht mein Ding. Glücklicherweise kann ich aber immer und überall schlafen und hatte meine Ohropax dabei. Die Anlage selbst war sehr schön zwischen Landstrasse und Wald gelegen und recht neu. Die Dusche habe ich mir dann mit en paar Käferchen geteilt, die Spinnen hockten in der Nachbardusche wie ich dem Schreien des Mädchens nebenan vernehmen konnte.

 

Tag 4
Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück nach weitere 1,5 Stunden gen Norden nach Woolgoolga. Der Strand war bestens für uns Surfanfänger. Und es zeigte sich wieder dass ich ein Nachmittagssurfer bin, nach dem Mittag klappte es viel besser. Und das Wasser war auch so warm, dass ich die letzte Stunde auf den Wetsuit verzichtet, mich mit Sonnenschutz 30+ eingecremt habe und im Bikini auf der Welle stand. Yeah!!!!

Gegen 14 Uhr sind wir dann weiter in nördliche Richtung nach Byron Bay wo unsere Tour endete. Byron Bay ist eine kleine Urlaubsstadt, die alternativ und hippie angehaucht ist. Mein Lieblingsladen – leider konnte ich wegen Zeitmangels nicht rein – war der, in dem man Aura-Fotos machen lassen. Ich stelle mir dann ein Foto vor, von mir mit einem in bunten LSD-Farben kolorierten Schein um meinen Kopf. Und frage mich immer wieder: wer braucht so was – und vor allem wer bezahlt Geld für so was. Die Stadt hat einen gewissen Charme. Ist aber komplett auf Backpackers eingestellt. Eine Stunde von dort entfernt wird es ganz hippie in Nimbin, wo auf Tagetrips die Backpackers hingeschleppt und mit Space-Cookies versorgt werden. Ich habe mir Nimbin gespart, vermutlich kriege ich dort den Backpacker-Koller.

Ich habe im Backpackers Inn übernachtet. Wahrscheinlich war ich dort neben der Putzfrau die Älteste. Als ich die Tür zu meinem 4-Bett-Zimmer öffnete musste ich erst mal die Luft anhalten. Trotzdem das Zimmer recht aufgeräumt war und meine Mitbewohner ganz ordentlich und gepflegt schienen, roch es ziemlich streng nach Käsefüßen. Puh, ich wünsche mir die Erfindung von Nasopax – wie Ohropax, nur für die Nase. Als ich am nächsten Morgen das Zimmer verließ, rannte eine fette Kakerlake ins Zimmer. Wie gut, dass ich ausgezogen bin.

Der Abend in Byron Bay war dann noch ganz interessant. Mit der Surfgruppe trafen wir uns im „Cheeky Monkeys“, wie ich nun weiß ist das DIE Backpacker-Bar im Ort. Alterskontrolle am Eingang. Ok, denke ich mir, die scheinen wohl jeden zu kontrollieren und zeige meinen Führerschein. Der Einlasser schaut mich ganz entsetzt an und ruft „What, `78?“. „Ja“ sage ich, „bin ich zu alt um hier rein zu kommen, oder schon eine Granny?“
Mein 30jähriger Mitsurfer John wurde übrigens nicht nach dem Ausweis gefragt.
Naja, drin in dem Laden stellte ich fest: ja, ich war zu alt um in dem Laden zu sein. Ich hätte dem Türsteher glauben sollen. Blöde Spiele wie Hullahoop-Wett-Kreisen und Bodypainting sind wohl dann doch nichts mehr für mich. Naja, mit den Mates vom Surfing war es dann doch ganz witzig. Bin aber relativ früh gegangen. Auf dem Heimweg kam ich noch an einer Wiese vorbei wo gerade ein kleines Happening mit einigen Feuerartisten und etwa 6 oder 7 Live-Trommlern stattfand. War wieder ziemlich hippie und es gab „Free Chai“. Etwa hundert 60 Leute schauten sich das Spektakel an. Es war wirklich toll: diese Feuerspiele in der Nacht, irgendwo an einem kleinen Platz, für jeden frei zugänglich – eine tolle Aktion mit viel Charme.

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Blue Mountains Abseiling & Canyoning

October 30th, 2009 admin No comments

Schaut man auf Wikipedia nach, sieht man dass Canyoning mit “Schluchting” übersetzt wird. Leider hat sich das noch nicht so durchgesetzt wie das “Abseiling” beim Down-Roping. Also bleiben wir dabei: Birga und ich waren Abseiling & Canyoning in den Blue Mountains und es war grossartig.
Eigentlich wollten wir uns um 5 Uhr morgens (!) an der Town Hall treffen um von dort mit Bahn & Bus nach Katoomba in den Bergen zu fahren. In der Nacht zuvor packte ich noch meinen Rucksack. Zum Glück, denn am nächsten Morgen weckte mich Birga um 5:07 Uhr mit der Frage, wo ich denn bleibe. Ja wo wohl, im Bett! Wecker wieder im Schlaf ausgemacht und weitergegrunzt. Um 5:07 Uhr war ich dann aber wach! In die Sachen gesprungen, Zähne geputzt, den Rucksack geschnappt und auf ging es zum Taxi. In dem lief Deutsche Welle, morgens um 5. Kommentar des Taxifahrers: “I like thaaat.”
Alle Anschlussverbindungen haben wir noch ohne Probleme bekommen, so dass wir rechtzeitig in Katoomba ankamen. Dort war gerade Oktoberfest. Ach nee… das gibts auch am Ende der Welt.

Los ging es am Vormittag mit dem Abseiling. Ganz professionell mit einem gelben Hut und einem Gurt mit Sitzeinlage. Schick war das nicht, aber wohl zweckmäßig. Zuerst 5 Meter runter um zu sehen ob wir uns nicht völlig im Seil verknoten. Danach 15 Meter – ein Kinderspiel. Und die 30 Meter erst … ach da hab ich mich schon mal gefragt, ob die Haken, Ösen und Seile eigentlich alle immer so halten. Aber die Aussicht war grandios. So einfach in der Luft zu baumeln und sich ein bisschen die Gegend angucken. Bloss nicht nach unten.

Nach dem Mittag ging es dann weiter mit dem Schluchting. Erst mal in den Canyon runter gewackelt um dort unsere tolle Outdoor-Bekleidung gegen einen Wetsuit einzutauschen. Jeder in seinem Neoprenschlauch steckend wurde dann durchs Bächlein gestolpert, ins Wasserloch gesprungen, in Wasserrutschen gerutscht oder auch steckengeblieben – und natürlich im Wasserfall abgeseilt. Das war natürlich der Hammer und hat riesig Spass gemacht. Man sieht zwar nix, konzentriert sich nur drauf irgendwie runterzukommen, schluckt ohne Ende Wasser – aber fühlt sich danach wie ein Extremsportler!

Miss Wetsuit Bilder kommen, wenn diese entwickelt sind von unserer tollen Einweg-Unterwasser-Kamera mit Film (!)

Surfing: Das erste Mal auf dem Brett

October 27th, 2009 admin No comments

Klar, in Australien muss man surfen. Auch ich hab das verstanden und mich aufs Brett geschwungen. Zu viert (3 Schülerinnen und ein Lehrer) ging es nach Cronulla an den Surf-Kinder-Strand. Da wo die Wellen noch genauso klein wie meine Surf-Künste sind. In 15 Minuten wurde uns theoretisch das ABC des Surfens erklärt und nach ein paar Trockenübungen ging’s dann auch schon ins Wasser. Und das war ziemlich kalt! Aber nach ein paar Versuchen aufs Brett zu kommen, war mir dann auch warm.

Einige Male habe ich es aufs Brett geschafft. Ich bin auch in der 2. Session nach dem Mittag fleissig dran geblieben und konnte ein paar Meter auf der Schaumkrone entlang gleiten bevor ich wieder ins Wasser plumste. Jeder fängt mal klein an. Davon gibt’s leider kein Foto…

 

Am nächsten Tage hatte ich tierischen Muskelkater und “sore ribs” dazu. Falls jemand das nicht kennt, ist wie Muskelkater nur an den Rippen. Sachen gibt’s! Nur eine Woche in der jede Bewegung schmerzt, aber dann ist es auch weg. Ich habe mir einen Surf-Anzug gekauft. Eventuell hätte ich nach einem Brustpanzer fragen sollen.

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Rose Bay – Meine Hood

October 1st, 2009 admin No comments

Ich bin bei Leroy eingezogen, meinem südafrikanischen Flatmate. Rose Bay ist eine ziemlich nette Gegend, mit dem “Rose Bay Village” (ich nenne das mal so), sehr ruhig, nicht weit vom Wasser und nur 10 Minuten mit dem Fahrrad zum Bondi Bach. Um das Haus herum gibt’s einige Bäume mit vielen Vögeln. Mittlerweile habe ich auch schon meine Haustiere.

Mein Zimmer (mit begehbarem Kleiderschrank) habe ich mittlerweile auch eingerichtet. Beim Gang zu Ikea durfte ich gar nicht an meine Möbel in Deutschland denken… Naja, im englischen nennt man das wohl “sacrifice”

Ich wohne jetzt hier:

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Die Innenstadt

September 24th, 2009 admin No comments

Hier noch ein paar Eindrücke aus der City

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Bondi Beach – The Ocean Side of Life

September 24th, 2009 admin No comments

Ich war am vergangenen Freitag das erste Mal am Bondi Beach. Ist wirklich sehr schön dort, wenn auch etwas crowded. Der Surfer-Look ist hip und überall schleppt irgendwer zu jeder Tageszeit sein Surfboard durch die Gegend. Ansonsten hat man überall kleine Bars und Cafés. Alles sehr trendy und irgendwie schick, schon etwas Kontrastprogramm zu meiner freaky King Street.

Rechte & Pflichten: Die Polizei und sonstige Ordnungsregelungen

September 24th, 2009 admin No comments

Heute sitze ich an der Train-Station und bin vertieft in das Schreiben einer SMS. Auf einmal poppt vor meinem Gesicht eine Polizei-Marke auf. Ich schaue hoch und sehe einen schlaksigen blonden Typen, etwa Mitte/Ende 20 in Baggy-Pants, Turnis und Basketball-Shirt. Er fragt mich „Ticket?“ Ich bin mir nicht sicher ob er mich verarschen will, aber weil der Mann neben mir sein Ticket zeigt hole ich meins ebenso heraus. Ich frage noch kurz nach, ob hier immer die Polizei die Tickets kontrolliert und der Ordnungshüter nickt – „yeah“. Zufrieden zieht er weiter. Ich wundere mich wieder einmal, wahrscheinlich noch mehr über die Verkleidung des Polizisten.

Ich habe in einem Buch von Andreas Altmann gelesen, dass es in Australien gefühlt mehr Verbote gibt’s als in Deutschland. Zum Thema Verbotsschilder habe ich hier ein paar:

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